Dienstag, 8. März 2016

Nutella-Stern mit Rezept {Pinterest lässt grüßen}

Hallo, ihr Lieben!
Erwähnte ich hier schon mal meine Sucht für Pinterest? Nein?
Na gut, dann wisst ihr ja spätestens jetzt, dass ich dieses Prinzip von verschiedenen Pinnwänden zu unterschiedlichen Themen absolut super finde ;) Es hat zwar etwas gedauert, aber jetzt liebe ich es!
Ich habe mal einen Spruch dazu gelesen, der einfach absolut passend ist:

"Pinterest: Der Ort, an dem Frauen imaginäre Hochzeiten planen, Kinder anziehen, die nicht existieren und Häuser dekorieren, die wir uns nicht leisten können." 
 
Warum ich euch das alles erzähle? Weil Pinterest nicht nur für Hochzeiten, Kinderoutfits und Dekoideen gut ist, sondern auch für Rezepte. Für viele Rezepte. Und vor allem: Für absolut besondere Rezepte.
Unter anderem eben dieses hier:
 Ein Nutella-Stern!!!
Und das muss ich als absoluter Nutella-Fan natürlich ausprobieren ;) 
Ich habe den Kuchen so oft auf Pinterest gesehen, und war jedes Mal total begeistert, wie toll der einfach aussieht! Es gibt z.B auch eine Tannenbaumversion.

Tja, da das bei mir aber eher Real-Life statt Traumversion a la Pinterest ist, dachte ich mir, ich zeige euch, wie ich den Kuchen gemacht habe.

Ein Rezept in Bildern - und Pannen.

Als erstes braucht ihr einen ganz gewöhnlichen Hefeteig. Das kann der sein, den ihr schon jahrelang macht, ein schnelles Rezept aus dem Internet oder ihr nehmt meins, dass ich von meiner Mama habe.
Hierfür                   250ml Milch      erwärmen und in eine große Rührschüssel geben.
                                 80g Zucker      und
                      80g weiche Butter      in der warmen Milch verrühren, sodass sie sich auflösen.
 1/4 abgeriebene Zitronenschale      und
                                            1 Ei       hinzufügen. 
                           1 Würfel Hefe       dazugeben und gut unterrühren.
                                500g Mehl        und
                               1 Prise Salz       ebenfalls unterrühren und gut durchkneten.
 Ich habe alles in unsere Küchenmaschine gegeben und mit dem Knethaken durchgemixt, bis es eine "homogene" Masse ist, wie meine Mama es meinte ;) Einfach alles schön gleichmäßig, sage ich ;)

Anschließend etwas Mehl über den Teig stäuben, den Deckel drauf (oder ein Geschirrtuch, das tuts auch) und gehen lassen. Ich habe ihn dazu auf die Heizung gestellt. Ich weiß von anderen, dass sie das mit der Heizung nicht so mögen, bei mir hats geklappt (war mein erstes Mal mit Hefeteig ;D)

Dann 30 min gehen lassen.

Anschließend müsst ihr den Teig in vier etwa gleich große Teile aufteilen. Da hapert es ja schon bei mir - ich und Augenmaß ;)

Jetzt nehmt ihr den ersten Teil und rollt diesen kreisrund aus. Seien wir ehrlich, ich habe nur den ersten Teil ausgerollt... Dann wurde mir das zu doof und ich habe es mehr gedrückt als gerollt. Es ging viel einfacher, den Teig mit den Händen in eine einigermaßen Runde Form zu bekommen, als mit der Teigrolle (nennt man das so? Komisches Wort ;D)
Jetzt beginnt die Sauerei ;)
Die Teigplatte bestreicht ihr mit Nutella.


Seien wir mal (wieder) ehrlich - auf den Pinterest-Bildern sah es viel ordentlicher aus...

So geht es jetzt weiter, ihr rollt die nächste Platte aus (oder drückt sie zurecht) und legt sie auf die erste Platte. Dann bestreicht ihr die 2. Platte wieder mit Nutella und setzt den dritten Hefeteigkreis darauf. Nochmal Nutella und der 4. und letzte Kreis wird als Deckel oben drauf gesetzt. 
Da war mein Augenmaß mal wieder relativ mies, alle Platten gleich groß zu bekommen ist wirklich eine Kunst für Menschen wie mich ;)
Am Ende sollte euer Turm etwa so aussehen (vielleicht auch in schön wie auf den Pinterest-Bildern? ):


Jetzt kommt der Kniff, mit dem der Kuchen zu etwas Besonderem wird. Denn theoretisch ist der Kuchen ja relativ einfach mit dem Hefeteig und Nutella.

Ihr müsst einschneiden. Dafür habe ich erstmal ein kleines Glas genommen und in der Mitte des Turms einen Abdruck gemacht, so dass ein kleiner Kreis in der Mitte ist. Als nächstes habe ich den Kuchen in 16 Teile geteilt. Bzw. immer nur eingeschnitten bis zu dem Kreis. 
Schwierig zu erklären, aber ich denke, das Bild erklärt es. 

Zum Einschneiden noch ein Trick: Wenn ihr das Messer ein wenig mit Mehl bestäubt, klappt das Schneiden leichter.

Das ist das Grundgerüst. Jetzt kommt der Trick:
Die einzelnen Stränge werden immer gegengleich eingedreht. Auch hier gilt das Prinzip Bilder sagen mehr als tausend Worte, also bitteschön:

 Ihr nehmt euch immer zwei Stränge vor, die zusammengehören. Einer wird nach rechts gedreht und einer wird nach links gedreht. Und mit gedreht meine ich, dass der Strang einmal um sich gedreht wird, um 180°. Dadurch, dass immer zwei gegengleich sind, entsteht das tolle Muster.

 Jetzt könnt ihr die Enden von jeweils zwei Strängen ein wenig zusammendrücken, sodass die typische Sternform noch mehr herauskommt.


Anschließend bestreicht ihr den Teig noch mit einem Eigelb .

Und schon kann der Stern in den etwas vorgeheizten Ofen.
Eigentlich muss ich sagen, dass mit etwas Übung der Stern relativ schnell zusammengesetzt ist. Ich hab etwas länger gebraucht, was aber auch am Fotografieren lag.

Der Ofen sollte auf 180° vorgeheizt sein. Ich habe den Stern dann auf der mittleren Schiene für etwa 20 min drin gehabt - aber jeder Backofen ist da ein wenig unterschiedlich, denke ich. Haltet euch etwa an 20 min und macht liebe erst ein bisschen weniger, als dass der Kuchen zu trocken wird. Hefekuchen halt.

In der ganzen Küche hat es auf jeden Fall herrlich nach Nutella gerochen ;)

Als er dann aus dem Ofen kam, sah mein Kuchen so aus:

Und tadaaaa - fertig ist er, euer Nutella-Stern! 
Es ist, um immernoch ehrlich zu bleiben, eine Riesensauerei, wenn man nicht aufpasst (und den Bändel seiner Strickjacke in die Nutella tunkt - typisch ich halt :redhead:
Und es ist definitiv was fürs Auge und nicht DIE Neuentdeckung für den Geschmack. Es ist eben Hefeteig mit Nutella, nicht mehr. 
Aaaaber, der große Vorteil dieser Drehtechnik ist, dass die Nutella wirklich überall ist, nicht nur als kleiner Klecks in der Mitte. So hat man immer den Schokoladengeschmack, wenn ihr versteht, was ich meine ;)

Ich glaube, ich werde den Stern auf jeden Fall nochmal machen, dann vielleicht in der pikanten Variante mit Pesto oder Hackfleischfüllung.
Er war auf jeden Fall suuuuuuperlecker - so als Nutellafan - und ist bestimmt der Hingucker auf jeder Party. Ob ich allerdings immer dieses Gedöns mit vier Lagen und der Sauerei will, weiß ich nicht. Man braucht halt auch irgendwie Platz für all das ;) 

Es ist halt doch wie es ist - ich bin eine unperfekte Chaosqueen, die immer weiter Hochzeiten planen wird, obwohl sie Single ist, die Häuser einrichtet, die definitiv nicht zur Debatte stehen und die Rezepte nachbackt und sich hinterher fragt, warum die bei all den schönen Bildern nicht auch das Chaos hintendran gezeigt haben.

Seid ihr auch so Pinterest-süchtig wie ich und plant, pinnt und organisiert? Oder versteht ihr den Hype nicht so ganz?
Falls ihr möchtet, schaut doch mal bei mir vorbei : https://de.pinterest.com/LieblingsLife/
Damit wünsche ich euch eine wundervolle Woche - ich muss dann mal wieder imaginiäre Kinder ankleiden gehen ;D

Machts gut und ganz liebe Grüße




Verlinkt bei Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT 

Kommentare:

  1. Vorneweg: Ich bin auch pinterestsüchtig und kann Stunden damit verbringen, neue Ideen anzuschauen und Häuser einzurichten, obwohl ich in diesem Leben nienicht wieder in ein Haus ziehen würde. Wenn ich etwas Bestimmtes suche, ist Pinterest immer meine erste Infoquelle.
    Dein Nutellastern sieht toll aus. Da bekomme ich gleich wieder Hunger. Ich habe ihn auch schon gebacken und weiß aus Erfahrung, dass die Teigplatten nicht exakt gleich groß und der Stern nicht perfekt sein muss. Was zählt ist das Ergebnis und dem gebackenen Stern sieht man nicht mehr an, dass eine Platte 2cm kleiner war, als die andere oder die Küche hinterher im Chaos versinkt.
    Liebe Grüße
    Kerstin

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    1. Jaja, Pinterst... Sucht und Liebe zu gleich ;)
      Ganz liebe Grüße zurück
      Sandra

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  2. Also gleich vorweg, du hast das super hinbekommen! Wow, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen! Eine Supervideo davon gibts auf Sallys Blog. Aber ich finde, aufgrund deiner Bilder und Beschreibung sieht man perfekt wies geht.
    Mir gefällt auch ihre Variante mit der pikanten Füllung... sehr ansprechend und auch ein Gag für Gäste... einen Salat dazu und gut ist :-).

    Ich will den auch mal ausprobieren und ohweh... dann hoffe ich dass paar Leute vorbei schauen, sonst landet das ERgebnis noch mehr auf meinen Hüften.

    Also danke fürs Zeigen...
    liebe und herzliche Grüße von

    Edith

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    1. Danke dir :)
      Ja, die pikante Version soll ja auch echt gut sein !
      Ganz liebe Grüße zurück
      Sandra

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  3. lecker , das muss ich mal backen , zum Reinbeißen ; ))
    viele Grüße Miri

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    1. Ja, probier den unbedingt mal aus !
      Ganz liebe Grüße zurück
      Sandra

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  4. Das sieht so lecker aus! Ich glaube ich werde das mal mit Nüssen oder Zimt und Zucker machen! Und ja, Pinterest-süchtig bin ich auf jeden Fall.. ;)
    Lg Clara

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    1. Ja, mit Zimt und Zucker ist der bestimmt auch toll ;) Danke :)
      Haha, gut, dass es nderen auch so geht !
      Ganz liebe Grüße
      Sandra

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